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Samstag, 5. November 2016

Knabberstangen selber herstellen

Knabberstangen kann man sehr leicht selber herstellen. Allerdings sind sie als ein „Leckerli“ zu betrachten, genauso wie beispielsweise Kolbenhirse.

Man benötigt für 4 Knabberstangen:
  • 4  Grillspieße 
  • 1  Eier 
  • 80 g  Weizenmehl (Typ 405) 
  • 1,5 - 2 EL  flüssiger Honig 
  • 2 - 3 Tassen  Körnerfutter (siehe obere Mischung) 
  • Backpapier
So wird es gemacht:

  • Ei, Mehl und Honig zu einem glatten Teig, der klebrig und relativ feucht sein sollte, rühren. Er kommt später als "Klebstoff" für das Körnerfutter zum Einsatz und sollte daher nicht zu trocken sein. Ist Ihnen der Teig zu trocken und krümelig geraten, geben Sie einfach esslöffelweise etwas kaltes Wasser hinzu, bis der Teig die richtige klebrig-feuchte Konsistenz hat. Fließen oder vom Löffel tropfen sollte er allerdings ebenfalls nicht, führen Sie bitte unbedingt einen Test durch. Sollte der Teig zu flüssig geworden sein, rühren Sie einfach etwas mehr Mehl hinzu. Bedenken Sie aber, dass Sie unter Umständen nicht mehr den gesamten Teig auf das Körnerfutter geben müssen, um das richtige Mischungsverhältnis zu erlangen.
  • Geben Sie nun nach und nach die zuvor bereitgestellte Körnerfuttermischung zum Teig und rühren Sie das Ganze kräftig um. Die Körnchen sollten am Ende von einer dünnen Schicht des Teigs umgeben sein und dadurch aneinander kleben. Bitte rühren Sie sorgfältig, damit wirklich jedes Korn überall gut verklebt.
  • Im nächsten Schritt muss die Körner-Teig-Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilt werden. Mit einem Löffel können Sie die Masse so auf das Backpapier bringen, dass ein Schaschlickspieß, den Sie auf das Gemisch legen, an einem Ende mindestens fünf Zentimeter weit herausragt und nicht von Körnern umgeben ist. Verteilen Sie anschließend auch auf dem Schaschlickspieß die Körner-Teig-Mischung und formen Sie wahlweise runde oder eckige Knabberstangen.
  • Im vorgeheizten Ofen wird dieses Knabbergebäck bei 200°C rund 20 Minuten lang ausgebacken. Der Teig sollte am Ende überall gut durchgegart und ausgetrocknet sein.
Die Palette der Nahrungsmittel, die man dem Basisrezept zusetzen kann, ist sehr groß. Dabei gilt: Alles, was die Vögel als Frischkost oder Körnerfutter fressen dürfen, kann man prinzipiell auch dem Knabbergebäck hinzufügen.

Sämtliche selbst gebackenen Leckereien müssen stets kühl und trocken gelagert werden. Gut durchgebackene Knabberstangen, die Obst oder Gemüse enthalten, sollten möglichst rasch aufgebraucht werden. Im Kühlschrank bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch. Besser ist es, sie einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen. Bis zu einem halben Jahr sind sie im Tiefkühlschrank haltbar. Knabberstangen ohne Frischkost, also reine Körner-Knabberstangen, halten im Kühlschrank bis zu zwei Monaten, im Tiefkühlschrank bis zu einem halben Jahr, sofern die Zutaten beim Backen frisch waren. Knabberstangen, die Ölsaaten sollte man sicherheitshalber maximal drei Monate aufbewahren. Ölhaltige Saaten werden rasch ranzig, sodass bei ihnen Vorsicht geboten ist.

Hinweis:
  • Dieses Grundrezept ist ausreichend für etwa 4 Knapperstangen
  • Vögel, die an einer Pilzinfektion, Nierenkrankheiten oder Megabakteriose bzw. am Going-Light-Syndrom (GLS) leiden, dürfen keinen Zucker zu sich nehmen. Der Honig fällt beim Backen daher weg.

Donnerstag, 3. November 2016

Aufzuchtfutter (auch „Eifutter“) selber herstellen

Für was Eifutter ?

Dieses Futter ist für die Naturbrut gedacht, also für die Aufzucht der jungen Vögel durch die Eltern. Jeder Züchter hat „sein“ Geheimrezept, so dass man hier auch durch einen grossen Dschungel laufen darf, bis man selber „sein“ Aufzuchtfutter gefunden hat.

Eifutter oder nicht - Da gehen die Meinungen leider auch sehr weit auseinander:

1. Das Contra:
In den USA verzichten viele Züchter seit Jahren ganz auf Aufzuchtfutter. Auf den amerikanischen Produkten der Fa. Quiko wird angeblich sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, das Aufzuchtsfutter erst ab dem vierten Nestlingstag zu verfüttern sei, da es bedingt durch den hohen Zuckeranteil im Futter zu Verdauungsproblemen bei Küken kommen kann. Linda Hogan warnt eindringlich vor zu vielen Eifuttergaben. Auch das selbstgemachte Eifutter hätte einen zu großen Eiweiß- und Fettanteil für den Verdauungsapparat von Küken.

2. Das Pro:
Fakt ist, daß jeder Körnerfresser während der Brutzeit Anteile zwischen 2% und 12 % (je nach Art) an tierischer Nahrung im Kropf hat. Pflanzen haben ein weniger ausgewogenes Muster der essentiellen Aminosäuren als Tiere. Da außerdem einigen Sämereien einige Aminosäuren fast vollständig fehlen, käme es bei fehlendem Ausgleich zu Mangelerscheinungen. Genau um diesen Ausgleich an Aminosäuren geht es auch beim Aufzuchtfutter.

Rezept (Quelle unbekannt):

1 hart gekochtes Ei mit 2 geriebenen Zwieback kleinhacken. Das Ganze kann dannmit ein wenig Keimfutter, geraspelter Möhre, Vitaminen, o.ä. ergänzen. Es darf nicht zu naß sein. Bei Bedarf noch etwas Zwieback dazu geben.

Tip:

Weniger Futter in die Schale aber mehrmals täglich füttern ---> regt die Eltern zum Füttern an.